Amtsgericht Köln:  Nachlasssachen (Abteilung 29 - 39) - Gebäude Reichenspergerplatz -

 

Nachlasssachen (Abteilung 29 - 39) - Gebäude Reichenspergerplatz -

Haus und Garten Quelle: Justiz NRW
Testamentsverwahrung und -eröffnung, Erbscheinserteilung, Erbausschlagung 

Das Nachlassgericht regelt sämtliche rechtliche Angelegenheiten nach dem Tod eines Menschen. Zuständig ist das Amtsgericht, in dessen Bezirk die bzw. der Verstorbene zum Zeitpunkt des Todes den letzten gewöhnlichen Aufenthalt hatte. Diese ergibt sich aus den Angaben in der Sterbeurkunde.

Die Aufgaben eines Nachlassgerichts sind:

  • Verwahrung von Testamenten,
  • Eröffnung von Testamenten und Erbverträgen,
  • Ernennung und Entlassung eines Testamentsvollstreckers,
  • die Erteilung von Erbscheinen,
  • die Entgegennahme von Erbausschlagungserklärungen,
  • die Bestellung eines Nachlasspflegers,
  • weitere Regelungen, die das Erbe betreffen.


Wollen Sie ein privatschriftliches Testament beim Amtsgericht in amtliche Verwahrung geben, so bringen Sie bitte außer Ihrem gültigem Personalausweis auch Ihre Geburtsurkunde mit. Die Testamentshinterlegung wird beim Zentralen Testamentsregister erfasst. Damit ist gewährleistet, dass im Todesfall das Testament eröffnet wird.

Soll nach dem Tod einer Person ein Testament oder Erbvertrag vom Amtsgericht eröffnet werden, so bringen Sie bitte die Sterbeurkunde der Verstorbenen bzw. des Verstorbenen sowie eine Liste mit allen durch Testament bedachten Erben nebst Postanschrift mit. Bitte tragen Sie in die Liste auch mögliche gesetzliche Erben mit Postanschrift ein. Gesetzliche Erben sind in der Regel neben dem Ehegatten die Verwandten (Kinder, Eltern, Geschwister, Großeltern etc.). Die Angabe der Adresse ist erforderlich, weil alle Erben, ob sie im Testament bedacht sind oder nicht, von der Testamentseröffnung benachrichtigt werden.

Wollen Sie einen Erbschein beantragen, so sind außer der Sterbeurkunde auch Personenstandsurkunden (Geburts-, Ehe-, Sterbeurkunden, auch in Form des Familienstammbuchs) aller in Betracht kommenden Miterben einschließlich bereits verstorbener Personen (z. B. vor der Erblasserin bzw. dem Erblasser verstorbene Ehegatten oder Kinder) vorzulegen, um deren Verwandtschaftsverhältnis zu der verstorbenen Person zu belegen. Auch in diesem Fall müssen alle Miterben mit Postanschriften benannt werden. Außerdem ist es hilfreich, Vollmachten der Miterben vorzulegen, in denen diese ihr Einverständnis mit Ihrem Erbscheinsantrag dokumentieren. Andernfalls müsste das Gericht diese Personen vor der Erteilung des Erbscheins zu dem Antrag schriftlich anhören, was zu einer vermeidbaren zeitlichen Verzögerung führen kann.

Europäisches Nachlasszeugnis

Für Sterbefälle ab dem 17.08.2015 besteht zudem die Möglichkeit der Erteilung eines Europäischen Nachlasszeugnisses. Dieses gilt in den Mitgliedstaaten der EU außer in Großbritannien, Irland und Dänemark. Für den innerdeutschen Rechtsverkehr ist der Erbschein ausreichend. Befinden sich Gegenstände, die zum Nachlass gehören, im Ausland, erkundigen Sie sich bitte (etwa bei einer ausländischen Behörde oder Bank), ob der Erbschein auch zur Abwicklung des dort befindlichen Nachlasses ausreichend ist oder ob das Europäische Nachlasszeugnis benötigt wird.

Benötigen Sie zur Abwicklung des Nachlasses das Europäische Nachlasszeugnis, finden Sie die entsprechenden Antragsformulare auf der Seite des Europäischen Justizportals. Bitte füllen Sie den Antrag sorgfältig aus und drucken diesen sodann aus. Zur weiteren Antragstellung bei dem Nachlassgericht oder einem Notar gelten die Ausführungen zum Erbschein entsprechend.

Für die Erteilung des Europäischen Nachlasszeugnisses fallen dieselben Kosten an wie für die Erteilung des Erbscheins. Werden Europäisches Nachlasszeugnis und Erbschein beantragt, fallen die doppelten Kosten an.

Nützliche Links


Nachlasssachen bei dem Amtsgericht Köln

  1. sämtliche Geschäfte des Nachlassgerichts einschließlich der Nachlasspflegschaften, der Pflegschaften über Anerkennung eines Testaments sowie die nach den früheren Vorschriften zu erledigenden erbrechtlichen Angelegenheiten, insbesondere das gerichtliche Teilungsverfahren.
  2. die Bescheinigung nach § 11 des Gesetzes vom 31.05.1891 betr. das Reichsschuldbuch und nach § 12 des Gesetzes vom 20.07.1883 betreffend das Staatsschuldbuch.
  3. Rechtshilfeersuchen in Nachlasssachen einschließlich der Ersuchen um Akteneinsicht und in Urkundssachen - mit Ausnahme der ausländischen Rechtshilfeersuchen -.
  4. Urkundssachen in Nachlassangelegenheiten.
  5. die amtliche Verwahrung und Eröffnung von Testamenten und Erbverträgen sowie die Rechtshilfeersuchen betreffend die Aushändigung von Testamenten.

Telefon - Nachlasssachen

Hinweis:
Die Geschäftsstellen dieser Abteilungen befinden sich im Justizgebäude Reichenspergerplatz.


Die zentrale Auskunftsstelle für allgemeine Anfragen und Anfragen ohne Aktenzeichen zum Nachlassverfahren erreichen Sie unter:
Telefon 0221 7711-157 oder 9900

AbteilungZuständigkeitTelefon
29 Buchstaben A - Bortfeldt (einschließlich) 0221 7711-167
30 Buchstaben Bortfeldt - Eilmann (einschließlich) 0221 7711-821
31 Buchstaben Eilmann -Grosse (einschließlich) 0221 7711-442
32 Buchstaben Grosse - Irnich (einschließlich) 0221 7711-589
33 Buchstaben Irnich - Krakau (einschließlich) 0221 7711-544
34 Buchstaben Krakau - Maus (einschließlich) 0221 7711-444
35 Buchstaben Maus - Passenberg (einschließlich) 0221 7711-443
36 Buchstaben Passenberg - Sauer (einschließlich) 0221 7711-184
37 Buchstaben Sauer - Seltmann (einschließlich) 0221 7711-182
38 Buchstaben Seltmann - Verdcheval (einschließlich) 0221 7711-781
39a Buchstaben Verdcheval - Werners (Schluss) 0221 7711-542
39a Buchstaben Werners - Z (Schluss) 0221 7711-750

Zentrale Auskunftsstelle
Telefon: 0221 7711-157 oder 9900



 

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